Adresse des Kirchortes:

 

Herz Mariä

Am Sasenberg 9

35716 Dietzhölztal - Ewersbach

  

 

Die Geschichte der katholischen

Kirche Ewersbach

 

 

Im August 1955 konnte in Ewersbach das Grundstück am Sasenberg käuflich erworben werden, nachdem zuvor viele andere Kaufversuche gescheitert waren. Als dann der Kirchenbau in Ewersbach heranreifte war Pfarrer Knoll derjenige, der als großer Praktiker, Planer, Sammler und Kämpfer für das Gotteshaus lobend erwähnt werden muss.

  

 

Die Kirche in Ewersbach wurde dem unbefleckten Herzen Mariens geweiht. Die Kirche umfasst ca. 300 Bankplätze, einen Gemeindesaal für ca. 180 Stuhlplätze und einen Jugendraum für ca. 20 Personen.

 

Der Architekt Hans Busch aus Frankfurt/Main beschreibt beim Richtfest 1958 die Kirche mit folgenden Worten:

Vor einem Jahr war am Bauplatz, ein gutes Stück abseits vom alten Ort, noch weitausschwingendes Ackerland, von daliegend Hügelkronen umsäumt. Heute ist dort die neue Kirche, den meisten wohl noch ein fremdartiges Gebilde.

 

Auf der Chorwand ist mit dem Bild des auferstehenden Christus der Raumgedanke gedeutet. Eine Kirche im Zeichen der Auferstehung. Eine Marienstatue, die Patronin der Kirche, wird im linken Seitenschiff einen Platz erhalten.

So möge man sehen, dass das Gebäude mit Bedacht so geworden ist, wie es jetzt in Ewersbach steht. Man habe ein Jahrzehnt Geduld mit ihm, dann mag es sich zeigen, ob es vor der Zeit besteht.

 

Der Bildhauer Eberhard Kahl aus Dillenburg schuf das Altarkreuz und die Marienstatue. Josef Jost, der das Glasmosaikbild als Altarwandgestaltung geschaffen hat beschreibt sein Werk 1959 wie folgt: Man mag manchmal um ein Bildthema für eine Altarwandgestaltung verlegen sein, aber hier in diesem Kirchenraum hat sich das Bild des Auferstandenen förmlich aufgedrängt. Christus, auffahrend aus dem Grab, die Arme  weit  ausbreitend. Man mag dabei an den erlittenen Kreuzestod denken und auch an die Einladung, zugleich mit ihm aus dem Grabe aufzuerstehen und an seiner Herrlichkeit teilzunehmen.

Der Körper ist weiß, verklärt, in der Form abstrahiert, nicht mehr von dieser Welt. Auch die übrigen Farben kühles Grau, Blau, Weiß und Gold deuten den Eindruck einer übersinnlichen Welt in die sinnliche an. Die Wundmale leuchtend rot sind ein Zeichen seiner Liebe.

 

Im Gegensatz dazu zeigt sich das Grab zu Füßen düster, dumpf und erdig in der Farbe. Es möge das Bild dem gläubigen Christen das frohe Bewusstsein vor Augen stellen, dass er durch Christi Opfertod auferstehen wird und berufen ist, an seiner Herrlichkeit teilzunehmen.

 

Baubeschreibung des Architekten aus 1958

Wie ein Bug steht der in Bruchstein gefügte Chor nach Osten, wie ein Wellenbrecher in den Stürmen der Zeit. Vom Glockenturm gefasst, zweigt der Weg zur Kirche von der Straße ab, führt über eine lange Rampe über einen Treppengang zum Kirchenschiff, auf eine neue Ebene, in die Geborgenheit des Innenraumes, in eine andere Welt, in ein anderes Licht. Wie eine Perle in die Muschelschale eingehüllt, liegt in diesem Raum, in der Rundung des Chores der Altar. Dem Hinauf schreitenden, dem Ansteigen des Raumes entgegen, kommt dort das Licht von oben auf den Altar herab. Auf der  Chorwand ist mit dem Bild des auferstehenden Christus dieser Raumgedanke gedeutet.  Eine Kirche im Zeichen der Auferstehung. Ein Bild Mariens, der Patronin der Kirche, wir im linken Seitenschiff einen Platz erhalten. So möge man sehen, dass das Gebäude mit Bedacht so geworden ist, wie es jetzt in Ewersbach steht. Man habe ein Jahrzehnt Geduld mit ihm – dann mag es sich zeigen, ob es vor der Zeit besteht.

   

1962 - Anschaffung unserer Orgel – Firma Wagenbach, Limburg zum Preis von 12.675,00 DM. Die Orgel wird im September 1962 eingeweiht.             

 

1967 - Nach Beschlüssen des zweiten vatikanischen Konzils wird der erste PGR gewählt.